Der Sachverständigenrat für Umweltfragen
Ideengeber für die deutsche und europäische Umweltpolitik

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) gehört zu den ersten Institutionen wissenschaftlicher Politikberatung für die deutsche Umweltpolitik. Er wurde im Jahr 1971 von der Bundesregierung eingerichtet
Besondere Merkmale des SRU sind seine Interdisziplinarität und seine fachliche Unabhängigkeit. Er besteht aus sieben Universitätsprofessoren mit besonderer Umweltexpertise, die unterschiedliche Fachdisziplinen vertreten. Diese werden von der Bundesregierung für vier Jahre ernannt.
Der SRU bestimmt selbst die Themen seiner Gutachten und Stellungnahmen, ist in seinen Aussagen nicht an Weisungen oder Aufträge gebunden, vertritt keine wirtschaftlichen Interessen und genießt damit eine überparteiliche Autorität als Stimme des „gesunden Fachverstandes“ und prinzipiengeleiteter wissenschaftlicher Analysen und Empfehlungen.
Präsentation : „Klimaverträglich, sicher, bezahlbar: 100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050“ am 26. Mai in Berlin

Nach der Begrüßung durch Dr. Norbert Irsch, dem Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe und der Einleitung durch den Vorsitzenden des SRU, Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, erläuterte zunächst Prof. Dr. Olav Hohmeyer die neue Stellungnahme im Detail. Im Anschluß gaben Prof. Dr. Karin Holm-Müller und Prof. Dr. Christian Calliess Ausblicke auf das im Herbst des Jahres erscheinende Sondergutachten, insbesondere zur ökonomischen und rechtlichen Instrumentierung des Überganges. Nach dem Informationsteil schloss sich eine Diskussionsrunde an, das Ende der Veranstaltung wurde mit einem gemeinsamen Imbiss begangen.Veranstaltungsfotos
Veranstaltungdokumente:
Prof. Dr. Martin Faulstich: Powerpointpräsentation
Prof. Dr. Olav Hohmeyer: Powerpointpräsentation
Prof. Dr. Karin Holm-Müller: Powerpointpräsentation und Aufsatz
Aktuelle Stellungnahme Nr. 15:
100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050: klimaverträglich, sicher, bezahlbar

„Deutschland kann im Jahr 2050 zu hundert Prozent klimaschonend mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden.“
Das erklärte der Vorsitzende des SRU, Prof. Dr. Martin Faulstich, am 5. Mai 2010 im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages. Dort präsentierte der SRU seine Szenarien für eine regenerative Stromversorgung in Deutschland. Prof. Faulstich forderte: „Die Bundesregierung muss jetzt die Weichen für den Umbau des Energiesystems stellen.“
Der Energieexperte des Rates, Prof. Dr. Olav Hohmeyer, betonte: „Für die Übergangszeit sind weder Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke noch neue Kohlekraftwerke erforderlich. Die Brücke zu den erneuerbaren Energien steht bereits“.
Aktuelle Stellungnahme Nr. 15:
100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050: klimaverträglich, sicher, bezahlbar (PDF, 4 MB, Datei ist nicht barrierefrei)
Zur Themenseite: Nachhaltige Stromversorgung
Aktuelle Stellungnahme Nr. 14:
Für eine zeitgemäße Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)

In einer Aktuellen Stellungnahme zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik spricht sich der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) für eine grundlegende Neuausrichtung der europäischen Agrarförderung aus.
„Die europäische Agrarförderung ist nicht mehr zeitgemäß“
, erklärte Frau Prof. Dr. Karin Holm-Müller, Ökonomin in Bonn und Mitglied des SRU. „Öffentliche Gelder dürfen in Zukunft nur noch für öffentliche Ziele eingesetzt werden, insbesondere für den Umwelt- und Naturschutz. Die Milliardenförderung der Landwirtschaft vornehmlich zur Einkommenssicherung großer Betriebe ist nicht zu rechtfertigen.“
Aktuelle Stellungnahme Nr. 14:
Für eine zeitgemäße Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) (PDF, 243 KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Zur Themenseite: Landwirtschaft
Sondergutachten zur nachhaltigen Stromversorgung.

Erscheint voraussichtlich Dezember 2010.
Das Sondergutachten wird anknüpfend an die Aktuelle Stellungnahme Nr. 15 rechtliche, ökonomische und politische Rahmenbedingungen, die im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer vollständig regenerativen Stromversorgung relevant sind, behandeln. Es werden insbesondere die politischen und rechtlichen Herausforderungen der Transformation auf nationaler Ebene und im europäischen Kontext aufgezeigt. mehr
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