Der Sachverständigenrat für Umweltfragen
Ideengeber für die deutsche und europäische Umweltpolitik

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) gehört zu den ersten Institutionen wissenschaftlicher Politikberatung für die deutsche Umweltpolitik. Er wurde im Jahr 1971 von der Bundesregierung eingerichtet
Besondere Merkmale des SRU sind seine Interdisziplinarität und seine fachliche Unabhängigkeit. Er besteht aus sieben Universitätsprofessoren mit besonderer Umweltexpertise, die unterschiedliche Fachdisziplinen vertreten. Diese werden von der Bundesregierung für vier Jahre ernannt.
Der SRU bestimmt selbst die Themen seiner Gutachten und Stellungnahmen, ist in seinen Aussagen nicht an Weisungen oder Aufträge gebunden, vertritt keine wirtschaftlichen Interessen und genießt damit eine überparteiliche Autorität als Stimme des „gesunden Fachverstandes“ und prinzipiengeleiteter wissenschaftlicher Analysen und Empfehlungen.
Der SRU ist Mitbegründer und Mitglied des Europäischen Netzwerkes von Umwelt- und Nachhaltigkeitsräten (EEAC). Zur Zeit stellt er die Vorsitzende und den Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Energie.
Vorsorgestrategien für Nanomaterialien
Sondergutachten beleuchtet Chancen und Risiken

Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat am 01. September 2011 das vom Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) erarbeitete Sondergutachten "Vorsorgestrategien für Nanomaterialien" entgegen genommen. Darin weist der SRU darauf hin, dass zur Verwirklichung des Vorsorgeprinzips alle Anstrengungen unternommen werden müssen, um bestehende Wissenslücken zum Gefährdungspotential von Nanomaterialien zu schließen und Risiken für Mensch und Umwelt zu vermeiden.
Übergabe des Sondergutachtens (v.l.n.r.): Prof. Dr. Christian Calliess, Mitglied des SRU; Prof. Dr. Manfred Niekisch, Mitglied des SRU; Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen; Prof. Dr. Heidi Foth, stellvertretende Vorsitzende des SRU; Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, Vorsitzender des SRU und Inhaber des Lehrstuhls für Rohstoff- und Energietechnologie der TU München.
Foto: Thomas Köhler / photothek
Vorstellung des Sondergutachtens "Vorsorgestrategien für Nanomaterialien" am 01.09.2011 in Berlin

Nach der Einleitung durch den Vorsitzenden des SRU, Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, gab zunächst Prof. Dr. Heidi Foth einen Überblick über Chancen und Risiken der Nanotechnologie. Danach erläuterte Prof. Dr. Christian Calliess Vorsorgestrategien und rechtlichen Handlungsbedarf. Nach dem Informationsteil schloss sich eine Diskussionsrunde an, das Ende der Veranstaltung wurde mit einem gemeinsamen Imbiss begangen.
Powerpointpräsentation
Veranstaltungsfotos
Vorsorgestrategien für Nanomaterialien

Nanomaterialien werden zumeist im Zusammenhang mit den Innovationschancen für den Industriestandort Deutschland diskutiert. Auch der SRU plädiert in seinem Sondergutachten für die verantwortungsvolle Weiterentwicklung der Technologie. Gerade deshalb ist es jedoch wichtig, frühzeitig denkbare Risiken zu identifizieren und möglichst zu vermeiden. Die Wissensbasis für eine solche Früherkennung von Risiken ist jedoch noch unzureichend. Um die Risiken von Nanomaterialien systematisch zu erfassen und angemessen zu regeln, sind Nachbesserungen im Chemikalien- und Produktrecht erforderlich.
2011, 611 Seiten, 13 Abbildungen
Vorsorgestrategien für Nanomaterialien (PDF, 3 MB, Datei ist nicht barrierefrei)
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Neue Herausforderungen für einen Umbau der Stromversorgung

Im letzten Jahr wurde die Atomenergie noch als notwendige Brückentechnologie hin zu einem regenerativen Zeitalter angepriesen. Nach der Katastrophe in Fukushima plant die Bundesregierung nun den Atomausstieg innerhalb der nächsten 11 Jahre. Neue Kohle- und Gaskraftwerke sollen stattdessen im Übergang in eine weitgehend erneuerbare Stromversorgung Versorgungssicherheit gewähren. Da insbesondere der Neubau von Kohlekraftwerken klimapolitisch nicht vertretbar ist, befürchten wir hier Fehlentwicklungen. Die Herausforderungen liegen in anderen Bereichen.
Neue Herausforderungen für einen Umbau der Stromversorgung (PDF, 125 KB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm)
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Wege zur 100 % erneuerbaren Stromversorgung

Nur eine 100 % erneuerbare Stromversorgung ist wirklich nachhaltig. Diese ist bis 2050 realisierbar und bezahlbar. Der Übergang dorthin ist ohne eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke oder neue Kohlekraftwerke möglich.
Politische Grundlage für eine solche Transformation ist aber ein weitreichender energiepolitischer Konsens. Deutschland bewegt sich weltweit als eines der ersten großen Industrieländer der Welt in Richtung einer vollständig erneuerbaren Stromversorgung.
Das Sondergutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) hat hierfür eine ermutigende Blaupause entwickelt.
2011, 396 Seiten, 105 Abbildungen
Das Sondergutachten ist soeben als Buch im ERICH SCHMIDT VERLAG erschienen.
Wege zur 100 % erneuerbaren Stromversorgung (PDF, 11 MB, Datei ist nicht barrierefrei)
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23.06.2011: Fahrplan für eine CO2-arme Wirtschaft

In einem Diskussionspapier begrüßt die Energiearbeitsgruppe der Europäischen Umwelt- und Nachhaltigkeitsräte die Langfristziele der Europäischen Kommission insbesondere für eine fast vollständige Klimaneutralität der Stromversorgung. Sie warnt aber zugleich davor, die Potenziale einer kostengünstigen Stromversorgung mit erneuerbaren Energien zu unterschätzen. Es ist zweifelhaft, ob andere CO2-arme Energieträger gleichwertig sind, hinsichtlich Kosten, Risikovermeidung, Nachhaltigkeit und Akzeptanz.
23.06.2011: Fahrplan für eine CO2-arme Wirtschaft (PDF, 106 KB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm)
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Meeresumweltschutz- ein Beitrag des SRU

Herr Prof. Dr. Niekisch hat auf dem 21. Meeresumweltsymposium am 7. Juni diesen Jahres in Hamburg, welches traditionell vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) durchgeführt wird, vor 400 Teilnehmern die vergangene und zukünftige Arbeit des SRU zum Meeresumweltschutz vorgestellt. Dabei stand neben der Meeresstrategierahmenrichtlinie auch das Verständnis des SRU für Nachhaltigkeit im Vordergrund.
Meeresumweltschutz- ein Beitrag des SRU (PDF, 2 MB, Datei ist nicht barrierefrei)
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Vollständige Stromversorgung durch erneuerbare Energien bis 2050

Der Vorsitzende des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU), Prof. Dr. Faulstich, hat am 26. Januar Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen das Sondergutachten "Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung" überreicht
Wege zur 100 % erneuerbaren Stromversorgung
Kurzfassung für Entscheidungsträger

Die Klimapolitik steht vor der Herausforderung, dass die Treibhausgasemissionen der Industrieländer um 80 bis 95 % reduziert werden müssen, um eine als gefährlich angesehene globale Temperaturerhöhung von über 2 °Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu vermeiden. Der Europäische Rat hat diesem Ziel im Oktober 2009 politische Rückendeckung verliehen. Nicht zuletzt wegen dieser Zielvorgabe werden zur Zeit der Veröffentlichung des vorliegenden Sondergutachtens in Deutschland wichtige Weichenstellungen für die zukünftige Struktur der Elektrizitätsversorgung diskutiert und getroffen.
2011, 8 Seiten, 3 Abbildungen
Wege zur 100 % erneuerbaren Stromversorgung
Kurzfassung für Entscheidungsträger (PDF, 2 MB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm)
Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung:
Materialien zur Umweltforschung Nr. 40-44 erschienen
Bei der Entstehung des Gutachtens "Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung" konnte sich der SRU der Unterstützung namhafter Wissenschaftler-/ innen und Institutionen versichern. Mit ihren im Auftrag des SRU erstellten Gutachten haben sie insbesondere zur Erstellung der Zielszenarien und der Idee für einen Bundesfachplan Stromübertragungsnetze beigetragen:
Materialien zur Umweltforschung
Nr. 40
Nr. 41
Nr. 42
Nr. 43
Nr. 44
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