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Nachhaltige Stromversorgung

Offshore-Windpark Alpha Ventus in der Nordsee
Quelle: © BMU / Udo Paschedag

Die Stromversorgung in Deutschland steht vor entscheidenden Weichenstellungen. Ein großer Teil der fossil betriebenen Kraftwerke und die Atomkraftwerke werden in den kommenden Jahren vom Netz gehen und müssen durch neue Kapazitäten ersetzt werden. Diese neuen Kraftwerke haben wiederum eine Lebensdauer von dreißig bis fünfzig Jahren. Die Investitionen der nächsten Jahre werden somit die Treibhausgasemissionen aus der Stromerzeugung bis zur Mitte des Jahrhunderts bestimmen. Sie dürfen die langfristigen klimapolitischen Ziele Deutschlands nicht gefährden. Zentrale Herausforderung der Energiepolitik ist ein Übergang zu einer nachhaltigen Stromerzeugung, die Treibhausgasemissionen weitestgehend vermeidet.

Die Vorstellung, dass nur ein „ausgewogener Energiemix“ eine solche Stromversorgung gewährleisten könne, ist weit verbreitet. Tatsächlich zeichnet sich aber ab, dass Grundlastkraftwerke auf der Basis von Kohle und Uran nicht mit der teilweise stark fluktuierenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen zusammenpassen. Als Ergänzung zu erneuerbaren Stromquellen werden stattdessen gut regelbare Kraftwerkstypen benötigt. Steuert der geplante Neubau von Kohlekraftwerken in einen grundlegenden Systemkonflikt? Behindern neue Grundlastkraftwerke den notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien?

In einem Sondergutachten zur Zukunft der Stromversorgung in Deutschland hat der SRU diese Fragen analysiert. Er richtete dabei den Blick auf das Jahr 2050 und erweiterte damit den Zeithorizont der aktuellen energiepolitischen Debatte.

Aus Sicht des SRU ist es möglich, den Strombedarf in Deutschland langfristig vollständig auf der Basis erneuerbarer Energien zu decken. Hierfür muss jedoch die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden. Elektrizitätsnetze müssen erweitert, Leitungen für effiziente Fernübertragung gebaut und Speicherkapazitäten bereitgestellt werden. Eine solche Umstrukturierung erfordert einen starken politischen Gestaltungswillen.




23.02.2011 Vorstellung des Sondergutachtens "Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung" im Plenarsaal des Oberverwaltungsgerichtes Berlin-Brandenburg

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des OVG, Herrn Jürgen Kipp, gab Prof. Dr. Martin Faulstich einen einführenden Überblick über das Gutachten.
Danach stellte Prof. Dr. Christian Calliess den Vorschlag des SRU für einen Bundesfachplan Stromübertragungsnetze zur Beschleunigung des Netzausbaus und der notwendigen Akzeptanzsicherung vor. Frau Prof. Dr. Karin Holm-Müller legte anschließend dar, wie das EEG an die neuen Herausforderungen, die durch die ambitionierte Zielsetzung des Gutachtens entstehen, angepasst werden kann. Schließlich gab Frau Prof. Dr. Miranda Schreurs einen Überblick zur Europäischen Flankierung des Übergangs mittels der Klima- und Energie-Roadmaps 2050.
Die angeregten Diskussionen wurden dann bei einem Imbiss bis in den späten Abend fortgesetzt.
Veranstaltungdokumente:
Powerpointpräsentation der Vorträge
Veranstaltungsfotos

Mai 2010: Aktuelle Stellungnahme Nr. 15:
100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050: klimaverträglich, sicher, bezahlbar
"„Deutschland kann im Jahr 2050 zu hundert Prozent klimaschonend mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden.“"
Das erklärte der Vorsitzende des SRU, Prof. Dr. Martin Faulstich, am 5. Mai 2010 im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages. Dort präsentierte der SRU seine Szenarien für eine regenerative Stromversorgung in Deutschland. Prof. Faulstich forderte:" „Die Bundesregierung muss jetzt die Weichen für den Umbau des Energiesystems stellen.“"
Der Energieexperte des Rates, Prof. Dr. Olav Hohmeyer, betonte: "„Für die Übergangszeit sind weder Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke noch neue Kohlekraftwerke erforderlich. Die Brücke zu den erneuerbaren Energien steht bereits“."

26.05.2010 Präsentation : „Klimaverträglich, sicher, bezahlbar: 100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050“ in Berlin

Nach der Begrüßung durch Dr. Norbert Irsch, dem Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe und der Einleitung durch den Vorsitzenden des SRU, Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, erläuterte zunächst Prof. Dr. Olav Hohmeyer die neue Stellungnahme im Detail. Im Anschluß gaben Prof. Dr. Karin Holm-Müller und Prof. Dr. Christian Calliess Ausblicke auf das im Herbst des Jahres erscheinende Sondergutachten, insbesondere zur ökonomischen und rechtlichen Instrumentierung des Überganges. Nach dem Informationsteil schloss sich eine Diskussionsrunde an, das Ende der Veranstaltung wurde mit einem gemeinsamen Imbiss begangen.
Veranstaltungsfotos:
Veranstaltungsdokumente:
Prof. Dr. Martin Faulstich: Powerpointpräsentation
Prof. Dr. Olav Hohmeyer: Powerpointpräsentation
Prof. Dr. Karin Holm-Müller: Powerpointpräsentation und Aufsatz

Vorträge aus der Veranstaltung des SRU „Weichenstellungen für eine nachhaltige Stromversorgung“ vom 28. Mai 2009

Professor Dr. Olav Hohmeyer: Systemkonflikte im Übergang: Warum man sich frühzeitig für einen Pfad entscheiden muss?
Prof. Dr. Uwe Leprich: Die Instrumentierung des Übergangs
Dr. Joachim Nitsch: Die Vision einer 100% regenerativen Stromversorgung

Weitere Beiträge:

Januar 2012
Stratégies énergétiques: le modèle allemand en débat
Dr. Christian Hey
Conseil d´Experts sur l`Environnement, Allemagne (SRU)

29. Juni 2011
"Deutschland kann ein europäisches Modell für Erneuerbare Energien werden" (Dr. Christian Hey)

14. Januar 2011: Energiespeicherung – Herausforderungen bei der Bestimmung des Bedarfs und der Förderung
Erschienen in der Zeitschrift Solarzeitalter 4/2010

28. September 2010: Man muss sich da jetzt auch nicht unbedingt drüber wundern"
Sachverständigenrat nimmt Stellung zum Energiekonzept
Prof. Dr. Martin Faulstich im Gespräch mit Martin Zagatta im Deutschlandfunk

September 2010: Atom oder Sonne? Wohin führt die Energiepolitik der Bundesregierung?
Dr. Christian Hey, Generalsekretär

Es diskutieren:
Dr. Helmuth Groscurth, Geschäftsführer des arrhenius-Instituts für Energie- und Klimapolitik
Dr. Christian Hey, Generalsekretär des Sachverständigenrats für Umweltfragen der Bundesregierung
Prof. Dr. Claudia Kemfert, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin
Gesprächsleitung: Werner Eckert

September 2010: Wir brauchen klare Signale (Prof. Dr. Olav Hohmeyer)
Prof. Dr. Olaf Hohmeyer in Frontal21 (Ausschnitte)

31.August 2010: Wir brauchen eine mutige Energiepolitik
Gastbeitrag auf ZEIT ONLINE (Prof. Dr. Martin Faulstich)

12.Juli 2010: Anfrage des Regierungspräsidiums Freiburg und Antwort des SRU zur Notwendigkeit des Pumpspeicherkraftwerkes Atdorf

21. Juni 2010: Plädoyer für eine instrumentelle Flankierung des Emissionshandels im Elektrizitätssektor
Aufsatz Karin-Holm-Müller, Michael Weber

5. Mai 2010: Anhörung des Umweltausschusses des Deutschen Bundestags
Powerpointpräsentation Prof. Dr. Olav Hohmeyer

11.03.2010 EurActiv
Europas Weg zu 100 Prozent Ökostrom (Dr. Christian Hey)

21.02.2010 Frontal21
Kraftwerke statt Klimaschutz (Prof. Dr. Olav Hohmeyer)

18.10.2009 SPIEGEL ONLINE
Atomkraft macht Klimakiller billiger (Prof. Dr. Holm-Müller)

28.10.2009: Interview Dr. Hey zur EEAC Stellungnahme im Westdeutschen Rundfunk

15.10.2009
BR-online: Atomkraft blockiert erneuerbare Energien (Prof. Dr. Faulstich)

13.10.2009: frontal21.zdf.de
Atomenergie- Verlängerte Laufzeiten (Prof. Dr. Olav Hohmeyer)

05.10.2009: Frankfurter Rundschau online
Dr. Christian Hey: Atomkraft als Verhinderungstechnik

September 2009: EEAC- Stellungnahme und Hintergrunddokument:
Nachhaltige europäische Infrastrukturen

September 2009:
Prof. Dr. Martin Faulstich: Erzeugung und Nutzung von Energie in Deutschland Stand und Entwicklungen bis 2050

September 2009
Dr. Christian Hey: Transforming the EU Electricity Systems in the View of Climate Change

Weiterführende Literatur:

SRU Thesenpapier (de) : Weichenstellungen für eine nachhaltige Stromversorgung
SRU Thesenpapier (en) : 5 Propositions: Setting the Course for a Sustainable Electricity System



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